Buch Vernissage

Buch Vernissage vom 16. September 2019

Ich hätte mir dies mir nie erträumt, dass ich jemals ein Buch schreiben werde. Dies ist eine Sache mit Träumen, hätte ich mir je vorstellen können dass ich mit 21 Jahren in den Rollstuhl käme! Hätte ich mir je erträumen können, dass mein Leben nach dem Unfall nicht vorbei ist sondern in für mich, sich in nicht vorstellbaren Sphären entwickeln würde. Hätte, wäre, vielleicht sind solche Worte die für mich nach der Verarbeitung meines Unfalles nicht mehr relevant waren. Denn ich musste mich entschliessen zu leben, dies machte ich dann auch Schritt für Schritt zurück in das Leben. Das Reisen war für mich das Zentrum meiner Verarbeitung, mit meinen ersten Rückschlägen (Amerika 1993) habe ich mich weiterentwickelt. So ging mein Leben weiter, mit Rückschlägen aber auch immer wieder tollen Erlebnissen die ich mir mit dem Reisen selber ermöglicht habe (May it be und Move on). Jetzt habe ich mir meinen Traum erfüllen dürfen und habe zwei Bücher geschrieben, das Schreiben ist die eine Sache aber einen guten Verlag zu finden etwas ganz anderes. Ich hatte sehr viel Glück mit meinem Verlag, eigerverlag, denn ich konnte mich verwirklichen. Meine Bücher behielten ihr Gesicht aber noch wichtiger die Botschaft wo ich übermitteln wollte, mit den beiden Musikgruppen (Enya und Abba) die immer wieder passende Songtexte in das Buch einfliessen lassen, wurden beide Bücher immer wieder perfekter. So ergab sich das einte zum anderen, damit Bücher aber gelesen werden muss auch das Cover stimmen und auch dies wurde perfekt gestaltet. So sitze ich jetzt hier, glücklich und zufrieden mit dem erreichten, eine Woche nach der Vernissage. Will diese noch einmal Revue passieren lassen, um auch die Vorkommnisse von letzter Woche mir zu verinnerlichen. Denn in dieser Woche ist so viel passiert, wie das ganze Jahr zuvor. Ich konnte plötzlich meinen Kopf nicht mehr bewegen, d. h. unter extremen Schmerzen. Durch diesen Schmerz wurde mir aufgezeigt, dass mein Ying und Yang durcheinander ist. Ich war viel zu viel vor dem Computer, für die Planung und Durchführung der Vernissage. Mein Körper hat reagiert, was für mich immer eine schmerzliche Erfahrung nach sich zieht. Musste mich ein bisschen zurücknehmen, um auch körperlich meinen Geist zu folgen. Auch wenn es nur zwei mal eine halbe Stunde ist am Tag, um Rollstuhlfahren zu gehen, dies spielt gar keine Rolle aber mein Gleichgewicht muss wieder in die Waage kommen. Dies gelang mir dann auf den letzten Drücker, eigentlich wie immer wenn mein Körper reagiert. Es gab aber noch so viele Baustellen (kleine), die noch behoben werden mussten. Schlussendlich klappte alles (Bücher, Zeitungsinterview, Homepage und auch die Werbung wo noch gemacht werden musste). Der Tag X kam in sehr schnellen Schritten und wir fuhren Richtung Rehab, wo dieser Tag seinen Höhepunkt erhalten sollte. Komischerweise, war ich sehr ruhig aber ich glaube dass die letzten Tage so viel Anspannung in mir hervorbrachte, dass jetzt nichts mehr schief gehen konnte. Es ging auch nichts mehr schief, ausser vielleicht dass ich meinen Schlusssatz nicht mehr aussprechen konnte, da ich Anfangen musste zu weinen. Die Emotionen überfluteten mich und die ganzen letzten 30 Jahre kamen mir hoch, was einerseits für mich zum verarbeiten gehört aber nicht hätte sein müssen an der Vernissage. Es war ein super toller Event, ich bekam so viel positive Rückmeldungen aber auch Energie die mich durch den ganzen Nachmittag trugen. Schon nur für diesen Moment hatte sich gelohnt diese sechs Jahre in die zwei Bücher zu investieren. Es war einfach nur gigantisch was ich in diesen Momenten erleben durfte, ähnlich wie beim Anblick in Chiang May vom Wat Phra That Doi Suthep (goldenen Tempel). Die Tränen rangen mir über die Wangen und ich brachte kein Wort mehr hervor, d. h. die Vernissage nahm ein abruptes Ende. 5 Minuten später war ich umringt von Menschen die mir gratulieren wollten zu diesem Meilenstein, was es für mich auch war. Es war überwältigend diese positiven Rückmeldungen zu spüren und in mich aufzunehmen, dieses Adrenalin wo ich spürte war einfach spitze. Ich konnte es sogar geniessen im Mittelpunkt zu stehen, was mir sonst eher schwer fällt. Es war mein Tag und dieser genoss ich in vollen Zügen, mit all den lieben Menschen zu sprechen war für mich eine riesige Befriedigung und auch Genugtuung. Der Saal leerte sich langsam und ich begab mich hinauf zu dem Apéro. Auch dort wurde ich überschüttet von positiven Eindrücken und Rückmeldungen, ich war einfach nur glücklich in diesem Moment. Langsam leerte sich der Saal und ich freute mich jetzt auf den im kleinen Kreise organisierten Nachtessen, wo alle meine tollen und mich begleiteten Menschen waren, die mir halfen durch den Bücherwald zu kommen. Es war ein super toller Abend mit einer supertollen Lasagne und auch Reisegefährten die mir ans Herz gewachsen sind. So nahm der Abend seinen Lauf und der Kreis schloss sich erneut um mich. Ich bin einfach nur dankbar, dass ich dies erleben durfte! Vielen Dank

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