Swiss

Es ist Unglaublich, was sich die SWISS Airline mit behinderten Menschen erlaubt! Ich habe mich entschieden im Sommer nach Thailand in die Ferien zu fliegen. Da ich eine hohe Tetraplegie C5 habe, (Lähmung ab Hals abwärts) und auch noch sehr gross bin, kann ich so einen 12-Std. Trip nur in einem Sitz bewältigen, bei dem ich genügend Beinfreiheit habe. Das heisst, in einem Sitz, bei dem vorne keine Sitzreihe ist, weil ich auch noch alle 3 Std. umgelagert werden muss. Umlagern heisst, 3 Mal pro Flug den Oberkörper einfach auf die Beine legen, um so mein Gesäss zu entlasten, damit ich keine Druckstelle bekomme. Dies ist wichtig für meine Durchblutung und auch eine Massnahme gegen das Wundsitzen.

Was ich auf meinem ersten Swissair Flug bereits erleben musste!
Bei meinem ersten Swissair Flug nach NY, machte ich bereits sehr schlechte Erfahrungen. Ich wurde eingequetscht in zwei Sitzreihen und musste nachher 6 Wochen in einem Sand-Bett im Reha-Zentrum Basel liegen, um diese aus zu heilen.

Das zweite Kapitel SWISS war 2008, als ich einen Flug nach Florida buchte
Mein Reisebüro teilte mir mit, dass die Swiss ohne Angaben von Gründen die Belegung eines Platzes in der vorderen Sitzreihe ablehne. Vor dieser Ablehnung musste ich sogar ein 3-seitiges Medicalformular ausfüllen und von einem Arzt unterschreiben lassen. Der Arzt wies ebenso ausdrücklich auf diese Wichtigkeit hin. Doch die Swiss blieb stur und sagte mir, wenn mir etwas nicht passt, könnte ich ja mit einer anderen Fluggesellschaft fliegen. Da aber unterdessen so viel Zeit verstrichen war, sah ich keine andere Möglichkeit mehr und schilderte mein Problem dem Kassensturz. Diese nahmen sich meines Problems an, und eine Woche später klappte es plötzlich mit der vordersten Sitzreihe. Vorher ging es angeblich aus Sicherheitsgründen nicht. Noch einmal flog ich 2012 nach Florida. Bei diesem Flug klappte es nach ein paar Interventionen meines Reisebüros und dem Ausfüllen des 3-seitigen Medicalvertrags. Bei weiteren Reisen habe ich die Swiss nicht mehr gebucht, da es sehr anstrengend war, immer wieder diese Formulare auszufüllen und 3-4 Mal nach Basel zu fahren.

Ich empfand dieses Verhalten als sehr diskriminierend und fühlte mich behandelt wie ein Gepäckstück.Leider ist bei der Buchung meines diesjährigen Thailandtrips, der nun Ende Juli geplant ist, ein Fehler unterlaufen. Da ich die Buchung dieses Fluges nicht selber tätigte und annahm die Buchung läuft über Thaiair, ( Direktflug) war ich sehr überrascht, und ahnte schon Schlimmes, als die Rechnung von der Fluglinie SWISS kam. Es wurde aber diesmal noch schlimmer und artete nun aus in Schikane. Sie wollen mich nicht mitfliegen lassen, weil ich eine Tetraplegie habe und somit auch nur ein Lungenvolumen von 2 Liter. (was völlig normal ist bei einem Tetraplegiker). Erst als die Arztassistentin anrief und ihnen erklärte, was eine Tetraplegie ( einem Medicalcenter ???????) ist, verstanden sie es!

Jetzt darf ich mitfliegen, Wau, ist das nicht nett!
Das Problem der vordersten Sitzreihe ist zwar immer noch nicht gelöst, dafür viele andere.